BTS Intern

Unser erstes Vereinsjahr

..und der 1. Jahresbericht des Präsidenten

Dieser Verein formierte sich aus einer Gruppe, welche Wildwuchsarbeiten in und um Solothurn dokumentierte. Ebenso kümmerte sich diese Gruppierung um die Arbeiten rund um die Hall of Fame der Kulturfabrik Kofmehl. Diese Hall, als offener Raum für Kunst, ist in der Region sehr wichtig, denn nach der Schliessung der HOF Gerlafingen, ist dies nun der letzte offene Raum seiner Art. Wir kamen zum Entschluss, dass es noch viel mehr Raum braucht und dass dieser vielschichtiger bespielt werden soll. FAB1 meinte, Festivals für urbane Kunst und Kultur sollen in der Region verankert werden und internationale sowie nationale Treffen würden der regionalen Kunstszene eine Chanche bieten. Für CAP10 stand die Jugendarbeit im Vordergrund und das Zusammenarbeiten mit Gemeinden für die Schaffung neuer Räume. Für mich stand die Erschaffung eines Bewusstseins für urbane Kunst und Kultur ganz generell im Vordergrund. Schlussendlich waren wir derselben Meinung, dass unsere Arbeit einen stärkeren Nährboden braucht. Also gründeten wir per Ende November 2015 den Verein BTS – Beneath the Surface (Unterhalb der Oberfläche).

Unser Kunstverständnis beruht darauf, dass es im öffentlichen und halböffentlichen Raum zu wenig Freiraum für Experimente gibt. Dieser Freiraum, offen genutzt für freies Bespielen, fördert den Spieltrieb im Allgemeinen und lässt Neues entstehen. Dies soll sich auf gar keinen Fall nur auf die Malerei beziehen. Wir versuchen bewusst auch Raum für Hacking, Performances, Installationen, Sport-, Life- und Streetstyle Aktivitäten zu erschaffen. Denn aus unserer Sicht schafft eine möglichst grosse Interdiziplinarität spannende Resultate und Vernetzungen. Urbanart soll als solches in ihrer Komplexität in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Plattformen erschaffen – hmmm… wie denn?
Unser Lösungansatz beginnt in der Abwicklung der Raumvergabe respektive der Raumfreigabe durch Behörden und Institutionen. Ein Ansatz war, als Verein zwischen diesen und den Kunstschaffenden zu stehen, damit der Raum durch einen Dritten sicher abgesteckt wird und temporär bespielt werden kann. Die Kunstschaffenden und auch andere Akteure sollen diese Umgebung möglichst frei bespielen können.
Durch unsere Aufgabe der Dokumentation, sehen wir unsere Arbeit auch als Forschungs- und Entwicklungsarbeit im OFF Space an.

Es gab fast ein blaues Auge
Nur durch imensen Arbeitsaufwand konnten wir im ersten Jahr viel erreichen. Aktionen für den Verein während dem Scorpio Act (Kulturfabrik Kofmehl) Anfang 2016. In der Stadt Solothurn, im Mai, im Rahmen von Platzda?! – „öffentlicher Raum für Alle“ oder im Bucheggberg, Ferienpass in den Sommerferien, in Form von Jugendarbeit. Dann noch das sehr ambitionierte Projekt „Kettenreaktion“ im Attisholz, welches wir mit viel Herzblut meistern konnten. Das Projekt „Kettenreaktion“ forderte vom Verein inkl. Helfern mehr als 500h Frohnarbeit; wir liefen am Limit. 160 Künstler, Gastkünstler aus 12 Ländern, regionale Kulturschaffende, ca. 1600 Besucher an 3 Symposiumstagen. Am Ende ein voller Erfolg. Unser Nutzungsrecht an Ort, welches wir mit der Attisholz Infra vereinbart hatten, lief Mitte November aus. Kompletter Rückbau war angesagt. Zum Glück gewährte uns Lothar Kind noch ein bisschen Gastrecht, damit wir die Kunstwerke zwischenlagern konnten, denn um irgendwo einen Zwischenraum zu suchen waren wir alle zu ausgebrannt.

Start ins 2017
Für uns als erste Priorität ist nun die Dokumentation, die Publikation zur Kettenreaktion und wenn möglich keine grossen Abbauaufwände, damit wir das Projekt endlich abschliessen können. Wie es dann danach weitergehen soll und wie der Verein sich nun auch von innen her entwickelt, sehen wir erst wenn das Jahr 2017, aus meiner Sicht ein Jahr der Konsolidierung, vorbei ist.

Ich danke allen Vereinsmitgliedern, Fördermitgliedern, Helfer und Unterstützer. Was wir hier zusammen auf die Beine gestellt haben ist für‘s erste Vereinsjahr einfach unglaublich – WOW!

Euer Präsident
S213

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