CampusAttisholz

Unser zweite Streich, die Campus Attisholz „recording 2.0“

Bald ist es soweit und unsere zweite Publikation, die „recording 2.0“ kommt aus der Druckerei zu uns, in unsere und in die Hände vieler Mitschaffender, Kollegen, Kunstfreunde, Interessierte, Neugierige, sie wird in den Regalen von Bibliotheken, Universitäten stehen, etc.

Es hat uns auch diesmal, so wie bei der ersten Ausgabe, viel Schweiss, Blut und Tränen gekostet. Doch dank vereinter Kräfte, vieler Stunden geleisteter ehrenamtlichen Vereinsarbeit und nicht zu vergessen der finanziellen Unterstützung unserer Partner und Gönner, ist das Werk nun in der Zielgeraden. Sehr schön, ok, nur – ähem, warum machen wir das denn eigentlich?

Im Areal Attisholz, wo wir nun hauptsächlich aktiv sind, wir alle wissen es, werden viele der dort geschaffenen Werke das Schicksal einer nur kurzen Lebensdauer haben. Teils werden die Bauten woran oder worin zb. die Murals platziert sind abgerissen. Oder, wenn es die Konzeptanordnung wie im Boulevard will, verschwinden sie wieder, weil sie gekrosst, von nachfolgenden Kunstschaffenden übermalt werden.

Und Tschüss, sagt man so schön, oder eben auch nicht, macht ein paar Bilder und dokumentiert diese in der jeweiligen für eine Ära der künstlerischen Intervention vorgesehen Dokumentation „recording“. Das macht Sinn und deshalb ist diese Aufgabe ein grundsätzliches Anliegen vom Verein BTS.

Dann entstehen hier auch immer wieder Werke, die vor Ort gar keine Spuren hinterlassen, wie Tanzperformances, Konzerte, Lesungen und Spektakel allen Couleurs. Ausserdem werden Berichte geschrieben, welche zb. die industrielle Geschichte des Areals und ihre Auswirkungen aufarbeiten. All dies kann durch Medien wie Video, Audio, Photographie und Schrift, als Materialien eingefangen und für eine Dokumentation aufbereitet werden, sie gingen sonst verloren. Die effiziente Sammlung dieser Arbeiten in unseren „recording“ Dokumentationen machen den Reichtum viele der hier geschaffenen Werke und Arbeiten für die Öffentlichkeit erst zugänglich.

Durch die Darstellung der durch uns in Gang gebrachten Prozesse, wird der Einfluss und die Wirkung unserer Tätigkeit auf das kulturelle wie gesellschaftliche Leben im und um das Areal Attisholz einseh -und nachvollziehbar. Es ist auch so, dass Kunstschaffende und Raumentwickler durch die gezeigten Arbeiten zu neuen Plänen und Werken animiert und inspiriert werden. Eine sorgfältige Dokumentation ist gerade für diese Prozesse von elementarer Wichtigkeit.

Die Publikation „recording 2.0“, als eine Druckware, also ein Ding der Realität mit Masse, Umfang und Gewicht, erweist dem Kunstschaffenden und seinen Werken, wie auch seinem Publikum, eine ganz andere, eine eben gewichtigere und bedeutendere Referenz, als das flüchtige Flimmern in den digitalen Netzwerken und Online-Portalen. Wir setzen so ein klares Zeichen der Wertschätzung und Achtsamkeit gegenüber den Kunstschaffenden aber auch gegenüber den regionalen Gemeinschaften und Mitmenschen. Es sind bedeutende Zeichen für die Gegenwart, als auch in die Zukunft, wenn wir die Arbeit des Dokumentierens leisten.

Wir polarisieren, wecken Interesse, fördern Netzwerke, neue Gemeinschaften und Projekte schliessen sich an. Das ist der beste Dünger den sich eine Region für ein aktives kulturelles Leben wünschen kann und für uns ein prima Botschafter der freien Kunst im öffentlichen Raum, der Sache, für die wir uns stark machen. Umso potenter wird das Ganze, wenn wir als Verein BTS unsere Aktionen mit in regelmässigen Abständen erscheinenden Dokumentation begleiten, so senden wir solide unser Ding in die Welt hinaus, und können weit über den Ort und die Zeit des Geschehens wahrgenommen werden.

Mit dem elften August 2018, der Vernissage der „recording 2.0“ in der zeitgleich eröffneten brandneuen Galerie, wird ein weiterer Höhepunkt unserer Vereinslegende zu feiern sein. Was soll ich sagen: „echt geil!“ …und; dies ist erst der zweite Streich, der dritte…

Programm 11. August: Buchpräsentation und Gratiskonzerte im Rahmen der Eröffnung Boulevard, Spielplatz, Säulenhalle und Kantine im Campus Attisholz Areal.

ab 19.45 Buchpräsentation und Verkauf in der Säulenhalle
20.00 Konzert in der Arena: Tango Symphonique, TOBS Solothurn Biel
Leitung: Kaspar Zehnder, Gesang: Analia Selis, Klavier: Mariano Castro Bandeon: Omar Massa
22.00 Jazzkonzert: Thomas Baumgartner Trio, treibende Grooves und wilde Impros bis tief in die Nacht…. (Link: Fb-Veranstaltung)

 

Campus Attisholz, der Freiraum an der Aare, wo die Fische am frechsten gegen den Strom schwimmen.

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Seriousdrifting und Vitaltransformer

Ein Gedanke zu „Unser zweite Streich, die Campus Attisholz „recording 2.0“

  1. … ja … sehr schöner Schlusssatz…: »Campus Attisholz, der Freiraum an der Aare, wo die Fische am frechsten gegen den Strom schwimmen.«

    Ich hoffe sehr, und es ist zu wünschen, dass sich hier noch jede Menge Fische tummeln …
    Weiter so!

    Pedro Meier Multimedia Artist – Ateliers: Niederbipp und Bangkok Thailand – Kunsthalle Olten –

    mehr zu ArtCampus Attisholz und Pedro Meier siehe:
    https://www.pedro-meier-artist.ch/artcampus/

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