Aktion Foliengraffiti für Platz da?!

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Platz da?!, der Aktionsmonat «Öffentlicher Raum für alle», präsentiert zum dritten Mal Aktionen auf belebten Plätzen, an Busstationen, in Hinterhöfen und überall dort, wo Menschen aufeinander treffen. Immer unverhofft, nie unspektakulär, meistens offensichtlich, manchmal versteckt und stets ungewöhnlich. Das zentrale Element ist dieses Jahr mobil: Der „adapter“ ist eine fahrbare Plattform, die als Bühne, als Bar, als Radiostudio, als Jugendtreff und als anderes mehr fungiert. Platz da?! ermöglicht Begegnungen zwischen Jung und Alt, schafft Öffentlichkeit und trägt dazu bei, dass Freiräume für alle Generationen lebendige und attraktive Orte sind.

Zum Programm geht’s hier…

BTS unterstützt Platz da?! mit der Foliengraffitiaktion auf dem Kreuzankerplatz in Solothurn. BTS verwaltet und vermittelt die Plätze und spendet Proficellophan sowie pro Künstler 6 94er Sprühdosen. Es hat 4 Spots, diese werden via Doodle vergeben. Als Künstler kannst du dich bei BTS hier registrieren.

 

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Graffitiworkshop:  Nicht irgendwo, sondern an der legendären «Hall of Fame» beim Kofmehl lernst du von Desan 21, auf was es beim Sprayen ankommt.

Strickgraffiti: Platz da?! vernetzt Solothurn. Ausgestattet mit grünen Wollknäueln «verstricken» wir gemeinsam mit der Berliner Künstlerin Susanne Hanus fünf Busstationen. Hilf uns dabei! Treffpunkt: Altes Spital.

Mobile Siebdruckerei: Ein Einkaufswägeli mit einer kleinen Druckstation kurvt über den Platz. Bedrucke damit deine auf dem Flohmarkt gekauften Kleider!

Dazu gibts noch Pumptrack bauen, Roundabout Flashmob,  Sport, Akrobatik und und und… Ebenso wird Radiologisch, das Solothurner Kulturradio auf den Strassen unterwegs sein.

BTS freut sich das erste Mal Offiziell bei dieser Aktion vom Alten Spital beteiligt zu sein und hofft auf coole Bilder auf den Cellophan-Spots. Diese Aktion erscheint natürlich auch in unserem Jahrbuch 2016, welches Anfang 2017 erscheinen wird.

Auf Cellophan malt man anders als auf einer Mauer – Da der Hintergrund durchlässig ist, kann man viel mehr mit dem Raum spielen. Hier einige Eindrücke:

 

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Kunst im öffentlichen Raum

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BTS fördert Kunst und Kultur im öffentlichen Raum – was bedeutet dies?

Allgemein ist Kunst im öffentlichen Raum nichts anderes als aktiv oder passiv geschaffene Werke die im öffentlichen Raum fix oder temporär stehen und von jedermann betrachtet, entdeckt oder als solches empfunden werden können. Ob dies Einzelwerke, Work-in-Progress Geschichten, Ergänzungen oder einfach nur per Zufall entstandene Installationen oder Werke sind, spielt dabei keine Rolle. Das Gegenteil von Kunst im öffentlichen Raum sind Werbeplakate oder Signalisationsgrafiken und Leitsysteme welche eine Orientierungs- und Informationsaufgabe haben.

Kunst im öffentlichen Raum kann auch provokativ sein und aufgrund ihrer Ästhetik oder gesellschaftskritischer Botschaft öffentliche und mediale Erregung hervorrufen. Je nach Einstellung der Betrachter kann sie auch das Leben bereichern, ein Schmunzeln fördern, zum Nachdenken anregen oder Inspirieren. Was die Ästhetik angeht wird vom der jeweiligen staatlichen Stelle periodisch neu je nach Trend definiert und dadurch leider eben auch beschnitten.

Kunstwerke im öffentlichen Raum wurden und werden von staatlichen Stellen aber auch von privaten Museen, Galerien, Unternehmen, Fördervereinen oder einzelnen Mäzenen bezahlt. Vielfach werden Kunstwerke auch von Künstlern kostenlos zur Verfügung gestellt.

BTS versucht als Verein Brücken zwischen Betrachter – Künstler – staatlichen Stellen zu schaffen indem Plattformen im öffentlichen Raum zur freien bespielung für die Künstler entstehen ohne dass die Künstler in ihrer Motivwahl durch Behörden beschnitten werden.

Als Verein möchte BTS genauso wachsen und wandelbar sein wie ein öffentliches schwarzes Brett, an diesem jeder seine Spuren hinterlassen kann, daher freut sich der Verein auf alle Anregungen und Ideen, damit unsere Ideologie in Zukunft nicht verstauben kann.

Da dies alles so heikle Themen sind, hier einmal ein kleiner Redaktionstipp. Die Macher vom NDR haben ein Sendegefäss namens Realer Irrsinn und dieser beschäftigt sich um eben diese heiklen Spannungssituationen zwischen Mensch sein im öffentlichen Raum und den je nach Trend geschaffenen und entwickelten Normen der Staatlichen Stellen.