Writers On The Storm (Miami Archives)

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Ausstellung: Fotografie: Mike Wolff, Urban Illustration: Sèyo
Vernissage: Freitag 21. Sept. 2018, 18.00, Säulenhalle Campus Attisholz

Eines der wichtigsten und legendärsten Street Art Festivals überhaupt, findet alljährlich im Stadtteil Wynwood in Miami, Florida statt. Einem gewieften Immobilieninvestor gelang ein kleines Zauberstück, als er heruntergekommene Lagerhallen an Kunstschaffende vermietete. Mit deren innovativen Energien und Ideen knallte er das Quartier in die vorderen Ränge der Kulturmarkt-Hitparade, wo es unterdessen Kultstatus erreicht hat. So pilgert nun alle Welt an das selbsternannte Mekka der Graffiti-Szene in diese subtropisch paradisischen Gefilde an der Ostküste der USA.

Burning Marte © Mike Wolff
Fotograf Mike Wolff

Keine Frage, da muss ein Fotograf hin, da ist kein Halten und wer Mike Wolff einmal begegnet ist, weiss, das ist sein Ding, dort spult er rum, um alle Ecken, mit Jagdinstinkt, mit dem Finger „on the trigger“ seiner Kamera.

Mit reicher Beute ist er heimgekehrt, Mike und Graffiti-Artist Sèyo, mit dem er drüben war, und so wie er erzählt, eine feine Zeit erlebt hat. In der Säulenhalle im Campus Attisholz stellen sie gemeinsam ihre Werke aus, die in Miami, oder im Nachhall der Erlebnisse entstanden sind. Kurz vor dem Aufbau ihrer Ausstellung haben wir Mike Wolff ein paar Fragen gestellt:

Mike Wolff, was fasziniert Dich an den Arbeiten von Sèyo?

„Sèyo’s Werke haben mich schon in meiner Jugend sehr beeindruckt. Er war für mich einer der prägendsten Graffiti Künstler in der Schweiz und ich war von seinen Styles und Charakteren immer sehr fasziniert.
Seine Arbeiten waren immer sehr originell und zeichneten sich durch einen eigenen Stil aus, den er bewusst und gekonnt immer wieder präsentieren konnte.“

„Als ich in London wohnte und mich für eine Zeit von der Schweiz verabschiedete, hatte ich nicht mehr die Affinität zur Szene in der Schweiz und war bei meiner Rückkehr sehr beeindruckt, wie sich gewisse Künstler weiter entwickelt haben und ihre Passion und ihr Schaffen souverän durchgezogen haben.“

„Séyo’s Werke haben für mich eine sehr poetische Komponente. Vor allem wenn er mit den Bäumen arbeitet, seine Charakteren «La Belle et le Gloebs» zeichnet und malt. Ich durfte die Entstehung eines dieser Werke in der «Kings Hall « während der Kettenreaktion (KR16) in Attisholz miterleben und dokumentieren und war zutiefst beindruckt, als er mir die Details und die Geschichten, welche sich in seinem Mural wiederfinden erklärte.“

„La belle et le gloebs à Miami“ von Sèyo / Fotografie © Mike Wolff

„Ich ertappe mich oft, wie ich die detailreichen Bilder von ihm erforsche und immer wieder betrachte; sie sind ein visuelles Storytelling, welchem ich sehr gerne zusehe und mit Begeisterung zuhöre.“ (Mike Wolff)

Was denkst du, was ist er für ein Mensch, was sind seine stärksten Leidenschaften?

„Sèyo’s Leidenschaft ist das Leben, seine Arbeit, diese Aspekte zu leben, leben lassen und mit den Menschen in seinem Umfeld zu teilen. Ich habe ihn in unser Zeit in Miami als sehr talentierten und professionellen Künstler erlebt, der seine Arbeiten ungeheuerlich präzise und professionell ausführt und die Show dabei nicht vergisst.“

„Jeder Tag den ich mit ihm verbringen durfte, war ein absolutes Highlight, und die Freundschaft welche sich über die letzten Jahre und unsere Reise nach Miami entwickelt hat, bedeutet mir sehr viel. Im Englischen sagt man «…I hold this friendship very dearly»“ (Mike Wolff)

Was für gemeinsame Erlebnisse hattet ihr in Miami?

„Unsere täglichen Fitness Workouts am morgen werde ich nie vergessen. Nebst Liegestützen und Dehnungsübungen fingen wir die Tage immer mit einem üppigen Frühstück, in einem kubanischen Restaurant an. Es war ein tolles Erlebnis, die Tage mit ihm von früh bis spät zu erleben und dokumentieren zu dürfen. Es wurde immer viel gelacht und viel improvisiert.“

Mike Wolff and Sèyo: »Writers On The Storm« © Mike Wolff

„Nebst vielen anderen Begegnungen blieb mir ein Morgen, als ein paar Local Homies überzeugt waren, dass Sèyo ein bekannter Schauspieler aus Frankreich sei und ich dementsprechend als sein Personal Assitant und Security Guard einspringen musste (überzeugender Weise) …“

„Ein sehr berührender Moment war ebenfalls, als ich für unsere Crew arbeitete, die Graffity Bibel «Subway Art» von Martha Cooper unterschrieben und gewidmet kriegte…da zitterten mir die Hände…“

„Danke Sèyo für all deine Arbeit und deine Zeit. Peace Frèro … Gilbert & Christian“

(Mike Wolff)

Writers On The Storm (Miami Archives)

Die präsentierten Arbeiten zeigen Persönlichkeiten und Momente von den Strassen Wynwoods (Miami) im Kontext eines der welweit grössten Street Art Festivals. Ergänzt werden die Fotografien mit Arbeiten des Graffiti-Artist Sèyo, der 2017 an dem Festival teilgenommen hat. (Tom Lauterberg)

Fotografie: Mike Wolff, Urban Illustration: Sèyo

Vernissage Freitag 21. September 2018, 18.00 – 00.00
Konzert ab 20.30: Goner (Kuzurura), Afterbeats: Chino Flatbeat

Finissage Samstag 6. Oktober 2018, 18.00 – 21.00

Veranstaltungsort Säulenhalle Campus Attisholz, Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Öffnungszeiten jeweils Freitags 16.00 – 20.00, Samstag und Sonntags 14.00 – 18.00

Weiterführende Links: Website Sèyo // Website Mike Wolff // Website Goner (Kuzurura) // Website Chino Flatbeat // Website Vitaltransformer

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Mike Wolff, Tom Lauterberg und Vitaltransformer

ZELLU-LOSE – Kardo Kosta

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KARDO KOSTA „ZELLU-LOSE“ Installations-Objekte-Grafiken

Vernissage Freitag 21. September 2018, 18:00, im Open-Space der Säulenhalle, Campus Attisholz

– Der Kunstschaffende Kardo Kosta und ich (Pierroz), haben uns in einigen Mails über seine kommende Ausstellung im Campus Attisholz unterhalten. Einige Ausschnitte dieser lebhaften Konversation machen wir hier einem an Kunst  interessierten Publikum zugänglich.

– El artista Kardo Kosta y yo (Pierroz), hablamos sobre su próxima exposición en Campus Attisholz en algunos correos electrónicos. Aquí hay algunos extractos de esta animada conversación que son accesibles para un público inclinado al arte.

Kardo nel bosco © Mike Wolff

Querido Pierroz

En este lugar („Open-Space“ Säulenhalle Campus Attisholz), muestro distintas técnicas, distintos materiales, distintos estados de animo, distintos objetos. Lo que hago es preservar una memoria que existió en una parte de Suiza, instalo un tiempo que muy pocos recuerdan. Conecto en el mismo espacio , la naturaleza y la civilización.

Im Open-Space der Säulenhalle zeige ich verschiedene Techniken, verschiedene Materialien, verschiedene Launen, verschiedene Objekte. Ich archiviere Erinnerungen, die zum Teil ihren Ursprung in der Schweiz haben und installiere auf diese Art eine Zeit, an die sich viele nicht mehr erinnern können – verbinde zeitgleich Natur mit Zivilisation.

Podemos decir que es un kaos poético; es una instalación, objetos y gráficos, y estos son varios trabajos hechos a partir de ketten reaktion.

Man kann sagen, dass es sich um ein poetisches Chaos handelt; es ist eine Installation, mit Objekten und Grafiken, es sind verschiedene Werke, die aus dem Projekt Kettenreaktion (KR16) stammen.

Los materiales utilizados son papel celulósico, piso de fábrica, colores; naturaleza y civilización.

Die verwendeten Materialien sind Zellulosepapier, Fabrikboden, Farben; Natur und Zivilisation.

Der Kosta

Lieber Kardo

„poetisches Chaos“ finde ich eine sehr treffende Umschreibung Deiner Kunstarbeiten. Darin spiegelt sich auch ein reicher Ausdruck des Menschlichen und Humanen.

„caos poético“ encuentro una descripción muy acertada de tus obras de arte. Esto también refleja una rica expresión de lo humano y lo humano.

Nun, die KR16 (Kettenreaktion) ist, für mich zumindest, bereits tiefste Vergangenheit. Bist du ein Romantiker, dass Du jetzt eine kleine Retrospektive machst, oder was ist Dein Anliegen?

Bueno, el KR16 (reacción en cadena) es, al menos para mí, el pasado más profundo. ¿Eres romántico, estás haciendo una pequeña retrospectiva ahora o cuál es tu problema?

a presto Pierroz

Querido Pierroz

No hago una retrospectiva, la experiencia de ketten reaction me acerco bastante a ciertas manifestaciones colectivas de Latinoamérica, y me permitió volver a una de mis pasiones, la instalación y la gráfica. Seguro que todo evoluciona y cambia y eso siempre me parece genial.

Ich mache keine Retrospektive; die Erfahrung Kettenreaktion (KR16) hat mich an kollektive Manifestationen von Lateinamerika erinnert, und weckte meine alten Leidenschaften zur Installation und Grafik. Aber klar; alles entwickelt und verändert sich, das ist doch genial.

En este tiempo que paso hice muchas obras nuevas pero que tienen mas ese toque urbano , pero……sin dejar de lado lo otro que yo trabajo que es el Land Art ….en mi caso instalaciones en la naturaleza.

In dieser Zeit habe ich viele neue Arbeiten gemacht, die haben aber mehr einen urbanen Touch, aber … ohne das andere zu vernachlässigen, denn sonst mache ich LandArt … in meinem Fall Installationen in der Natur.

Abrazos, Der Kosta

1el sapo y las princesas © Kardo Kosta

Lieber Kardo

Mit den beigelegten Bildern, hast Du es einmal mehr geschafft mich zu überraschen, da seh ich wieder Strukturen, Motive und Techniken, die ich so von Dir nicht erwartet habe. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Linolschnitte, aber, wenn ich näher rangehe, meine ich, es seien am Computer rein auf digitaler Basis entstandene Arbeiten?

Con las imágenes adjuntas, una vez más lograron sorprenderme, porque veo nuevamente estructuras, motivos y técnicas que no esperaba de usted. A primera vista, parecen linóleos, pero si los miro más de cerca, ¿me refiero a que hay trabajos generados por computadora sobre una base puramente digital?

bis bald mein Freund, Pierroz

Querido amigo Pierroz

Los trabajos que le envie se llaman dedografia, son hechos en ipad con el dedo pero tratando de que sean linoleos, el principio es el mismo, el ipad , es como mi pequeño atelier ambulante. Y no descarto ninguna posibilidad de creacion. Necesito la tecnologia para crear, y tambien el bosque, son dos espacios distintos, y a mi me gusta no estancarme, ser como el agua que se mueve, y busca diferentes caminos.

Die Arbeiten, die ich dir schicke, nennt man „fingerpaints“, sie werden auf dem iPad mit dem Finger gemacht, aber ich versuche sie zu Linolees zu machen. Das Prinzip ist dasselbe, das iPad, es ist wie ein kleines Reiseatelier für mich. Ich schließe keine Möglichkeit der Schaffens aus.
Ich brauche Technologien um arbeiten zu können, und auch den Wald, es sind zwei verschiedene Räume. Ich möchte nicht stagnieren, ich möchte sein wie das Wasser, das sich bewegt; und nach verschiedenen Wegen suchen.

hasta pronto querido amigo Pierroz, Der Kosta

Vertikale Horizonte © Kardo Kosta

Lieber Kardo

Vielen Dank für die neuen Bilder. Wow, diese Formate, diese, wie es den Eindruck macht, sich ins unendliche erweiternde Bildrolle, tolle Arbeiten! Haben diese Werke auch Namen? Bei diesen Arbeiten ist für mich auch das, was ich in meiner Vorstellung als von „Der Kosta“ stammende Kunst abgespeichert habe, wiedererkennbar. Spielen da nicht auch mythische, beinah religiöse Motive und Symbole mit rein? – so dass ich mich fragte; aus welchen Kulturkreisen kommt Kardo eigentlich, was hat ihn geprägt und welche dieser Prägungen setzt er als Akzente bewusst in seine Arbeiten ein?

Gracias por las nuevas pinturas. Wow, estos formatos, estos, ya que hace la impresión, en el pergamino de expansión infinita, gran trabajo! Estas obras tienen nombres? En este trabajo, lo que he almacenado en mi imaginación como arte „Der Kosta“ es reconocible para mí. No son puros los motivos y símbolos míticos, casi religiosos? – entonces me pregunté a mí mismo; De qué círculos culturales viene realmente Kardo, qué le ha influido y cuál de estas impresiones usa como acento, conscientemente en sus obras?

Ich grüsse Dich und die Deinen herzlichst, Pierroz

Querido hermano Pierroz

Estos trabajos, se llaman horizontes verticales , estan hechos en papel de arroz con tinta china , y tienen como diez metros , y son algunos de los que voy a colocar en attisholz.Tienen la caracteristicas que no propuse un tema con anterioidad, solo me concentre en sentir el agua la tinta china y el papel de arroz con un pincel japones y dejarme llevar un poco hacia donde la mancha queria ir, era como meditativo, y luego al ver el resultado me sorprendio, y me dejo muy calmo

Vertikale Horizonte 2 © Kardo Kosta

Diese Arbeiten, „vertikale Horizonte“ genannt, sind aus Reispapier mit Tinte. Die Bildrollen sind etwa zehn Meter lang. Einige von ihnen werde ich im Offspace der Säulenhalle zeigen. Diese Arbeiten machte ich ohne thematische Vorgaben. Ich konzentriere mich einfach auf mein Gespür für, das Wasser, die chinesische Tinte, das Reispapier den japanischen Pinsel, und liess mich dorthin mitnehmen, wohin der Fleck hin wollte. Es war wie Meditieren und das Ergebnis überraschte und beruhigte mich gleichermassen.

Son obras mas bien inconcientes, la simbologia esta en el aire como la musica el pincel es el instrumento. Y pasan a traves de mi por que a lo mejor son cosas que conozco de vidas anteriores. Yo estudie arquitectura en la Argentina, en la epoca de los militares, y luego me propuse que muchas cosas que ver en pantallas o en libros las debia vivir personalmente, y comence a viajar, y es lo mejor llegar a un lugar totalmente desconocido y empezar aprender de nuevo sin dejar la carga que uno lleva.

Es sind eher unbewusst entstandene Werke. Symbolik liegt in der Luft; mit Musik verglichen, ist hier der Pinsel das Instrument, und die Klangfarben gehen durch mich hindurch. Vielleicht sind es Dinge, die ich aus früheren Leben kenne. Ich studierte damals Architektur in Argentinien, als die Militärs an der Macht waren Ich fand, dass viele Dinge, die ich auf Bildschirmen oder in Büchern sah, realisiert werden sollten, und begann zu reisen. Am besten ist es, an einen völlig unbekannten Ort zu gehen und wieder von neuem zu lernen, ohne die Prägungen zu verleugnen, die man in sich trägt.

Me gusta la gente que observa llega a algo visual no por que lo conducen como hacen la galerias o los museos me gusta la gente de mente abierta que da su opinion sobre lo que dibujo, alli es cuando empieza a tener sentido lo que hago, el espectador inteligente termina la obra al pasarla por su cabeza.

Ich mag Leute, ich mag aufgeschlossene Leute, die ihre Meinung über das, was ich zeichne äussern. Dann beginnt es Sinn zu machen, der intelligente Zuschauer vervollständigt die Werke, indem er sie durch seine Denke schickt.

Te mando un gran abrazo y hasta pronto, Der Kosta

 

Die Vernissage der Ausstellung „ZELLU-LOSE“, ist am Freitag 21. September 2018, 18:00, im Open-Space der Säulenhalle, Campus Attisholz, Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Link: fb-Veranstaltung

Konzert ab 20.30 Goner (Kuzurura)
Afterbeats Chino Flatbeat

Öffnungszeiten jeweils Freitags 16.00 – 20.00, Samstag und Sonntags 14.00 – 18.00

Finissage Samstag 6. Oktober 2018,
18.00 – 21.00

Weiterführende Links: Website Kardo Kosta // Website Mike Wolff // Website Vitaltransformer/Pierroz // Website Kettenreaktion/KR16

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Kardo Kosta, Mike Wolff, Pierroz und Vitaltransformer

Artist: Louane / Foto: ©Vitaltransformer

Wieviel Freiheit braucht Kunst?

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…eine grösstmögliche, werden wahrscheinlich die meisten spontan antworten. Sehr schnell stösst man aber auf unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, die je nach Spielanleitung einer Regierung, den kulturellen Traditionen einer Gemeinschaft, oder individueller Anschauung, eine andere ist.

Man erinnert sich auch an Kunst, die trotz repressiven Regimes entstanden ist, dass auch lebensfeindliche Lebensumstände Kunst keineswegs verunmöglichen. Das Gegenteil kommt der Wirklichkeit näher, nämlich, dass Widerstand ein reicheres Kulturleben hervorbringt als Wohlstand.

Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransforme
Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransformer

Die Mehrzahl von uns hier in der Schweiz haben wenig Grund zur Klage. Aber Freiheit will immer von Neuem belebt sein. Wie frei die hiesigen, zu Bürokraten erniedrigten Kunstschaffenden sich in der Kunst im Ausfüllen von Unterstützungsanträgen und der Sponsorensuche fühlen, ist eine Frage nach der Freiheit wert. Im Gerangel um Kulturgelder findet auf der Seite der Kunstschaffenden nicht selten eine Anpassung oder gar eine Selbstzensur statt.

Hier hakt der Verein Beneath The Surface (BTS) ein und bietet den Kunstschaffenden mit Gestaltungsfläche, Raum, Material -und Spesenvergütung einen Basisservice an. Das schafft die Grundvoraussetzungen für ein künstlerisches Schaffen, frei von bürokratischem Druck und der Gefahr einer Beschneidung.

In der Zusammenarbeit mit BTS können sich Kunstschaffende mit voller Leidenschaft ihrer Arbeit hingeben.

Kunst Raum geben, Kunst im öffentlichen Raum fördern, das sind die zentralen Anliegen des Verein BTS. Das ist gemeint, wenn von „Plattformen schaffen“ die Rede ist, eine in den Vereinsstatuten verbindlich verankerte Ethik freier Kunst. Der Verein BTS ist überzeugt mit diesem Konzept ein Kunstschaffen zu fördern, die den öffentlichen Diskurs anregt und die Kulturvielfalt der Gegenwart auf bereichernde Weise mitgestaltet.

Artists: S213 - Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer
Artists: S213 – Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfordert eine sensible Kuration, um ein gestalterisch wie inhaltlich freies Schaffen zu garantieren. Frech ist das Wesen der Kunst, hält das in sich widersprüchliche menschliche Kultur – und Gestaltungspotenzial in Bewegung und bringt uns so in den Genuss einer sich stetig erweiternden Wahrnehmung.

Beitragsbild: Artist: Louane / Ort: Campus Attisholz / Foto: © Vitaltransformer

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SANDWICH BETWEEN WALLS

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Ein gutes Dutzend Kunstschaffende aus verschiedenen Regionen der Schweiz zeigen ihre Arbeiten im Campus Attisholz. Zum einen mit grossflächigen Murals an den Wänden der industriellen Bauten, zum anderen Teil mit Arbeiten in der sich gleichfalls im Areal befindlichen Säulenhalle. Die einzigartig örtliche Positionierung, der vom Verein BTS betriebenen Galerie, in der grössten Industriebrache der Schweiz, macht eine Exposition dieser besonderen Art möglich.

„Im Endeffekt wird der Campus Attisholz automatisch zu einem Contemporary Art, Mural und Muralist Graffiti Hot Spot der Schweiz, weil es der einzige Ort bei uns ist, wo man eine solche Dichte von so grossformatigen Werken haben wird. Egal was man dort macht, Urban Contemporary Art wird ein wichtiger Aspekt vom ganzen Erscheinungsbild des Areals sein.“

„Ob Urban Contemporary Art, Graffiti oder was auch immer, ein guter Mix muss es sein und Verflechtungen verschiedener Szenen ermöglichen. Der Ort ist sehr inspirierend, für jeden der auf dem Areal ist. Es ist eine brutale industriale Urban Landschaft, in einer Country Side Szenerie. Eine konzentrierte Ansammlung von Betonwänden, die dort unten an der Aare stehen; klar die Bewohner fehlen noch, die Beleber.“

( Corso Bertozzi, Ausstellungsmacher von SANDWICH BETWEEN WALLS)

Ausstellende Kunstschaffende: Corso Bertozzi, Andri Eberhart, Fafa, Louane, Magics, Meks, Meyk & Sybz, Emanuel Roth, S213, Gen Atem, Philipp Thoma, Mr. Plustik, Pollo 7, Waist, Weal

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„Dieses Street, Urban Art Graffiti Zeug, das ist ein Kunstding mit welchem man aus praktisch nichts, alles machen kann. Muralist’s, die brauchen nichts. Du kannst ihnen ein, zwei Stifte in die Hand drücken, ein Blatt Papier, oder einen Eimer Farbe, die brauchen nicht supertechnische Installationen, sie brauchen keine struben Maschinen, um etwas zu realisieren. Die Mittel sind aus Prinzip extrem beschränkt.“

„Mit einem Eimer weissen Farbe macht man irgendwas geiles, ob man den sprengt, oder ein irres Muster an die Wand malst oder ein Graff‘, oder was auch immer. Das sieht man gut im Ostblock, wo die Leute keinen Schtutz für Spraydosen haben, weil die im Verhältnis zu ihrer Kaufkraft viel teurer sind als bei uns.“

„Da nehmen sie einfach die billigste Scheissdispersion vom Baumarkt und ein paar billige No-Name Dosen, die viel zu wenig Pigment drin haben um richtig zu decken, und damit machen die den geilsten Shit. Bei uns haben die Kids zu viel Geld, dann haben sie das Gefühl, umso mehr Farbe ein Bild hat, desto besser sei es. Dabei kann man schon mit ein, zwei Farben etwas huere Krasses machen.“ (Corso Bertozzi)

Das Urban Elektro-Tek Duo „None of Them“ spielt an der Vernissage 24.8. ab 20.30 Uhr, danach Afterbeats von Chino Flatbeat, FREE ENTRY!!!

„Wenn du mich fragst ist der Ausdruck „Urban Art einfach ein Marketing-Begriff und es fasst halt einfach das ganze Schaffen welches im öffentlichen und halböffentlichen Raum stattfindet zusammen, ob das Graffiti, Paste-Up’s, Stencils, so Schablonen-Zeug ist oder Leute, die Figürchen giessen und irgendwo hinleimen, Installationen etc.“

„Viele davon sind ursprünglich Sprayer, die sich weiterentwickelt haben. Auch die Arbeitstechniken haben sich komplett vermischt. Früher war ganz klar, so und so muss ein Graffiti gemacht werden. Wenn du ein Klebband brauchtest um ein gerade Linie hinzusprayen war das ein No-Go, heute ist alles offener geworden.“ (Corso Bertozzi)

Vernissage Freitag 24. August 2018, 18.00 – 00.00
Konzert ab 20.30 None Of Them, Afterbeats Chino Flatbeat FREE ENTRY!!!

Finissage Samstag 8. September 2018, 18.00 – 21.00

Veranstaltungsort Säulenhalle Campus Attisholz,
Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Öffnungszeiten: Freitags 16.00 – 20.00, Samstags und Sonntags 14.00 – 18.00

Link: Veranstaltung fb

Bildbeiträge inklusive „Can-Sandwich“: © Corso Bertozzi

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Ein Zyklus beginnt von Neuem

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So lautet der Werktitel der Bieretikette von Emanuel Roth. Es ist die Illustration für eine Serie von 1000 Flaschen limitierten Öeufi-Biers, die im Campus Attisholz über den Tresen gehen werden.

Alle die ihren Durst mit diesem Campus-Spez löschen, besänftigen Schluck für Schluck nicht nur den unruhigen Geist des abgebildeten Knochenmanns, sondern unterstützen auch das vielseitige Engagement für Kreatives, das sich der Verein BTS aufs Etikett geschrieben hat.

Emanuel Roth zu seinem Bildwerk: „Ich wollte mit der Illustration einen Wendepunkt darstellen. Mit der Eröffnung der Galerie wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Es wird viel Neues entstehen, doch die Geschichte bleibt. Sie ist sogar Ausgangspunkt dafür, was die Zukunft bringen wird. Der alten Ruine werden frisches Leben und neue Melodien eingehaucht. Ein Zyklus beginnt von Neuem.“


Bierbrauer Moritz Künzle von Öeufi beschreibt das spezielle Draft: „Galaxy“ ist ein hopfiges Bier. „Galaxy“ ist der Name des verwendeten Hopfens und stammt aus Australien. Wird dieser Hopfen erst spät hinzugegeben, gibt er dem Bier eine einzigartige, angenehme Note.“

Emanuel Roth (*1987) lebt und arbeitet als Illustrator und Maler in Zürich. Neben breit gefächerten Auftragsarbeiten entstehen regelmässig freie Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken, die bereits in diversen Ausstellungen gezeigt wurden. Seit 2016 liegt der Fokus bei Roth mehr auf seiner freien Arbeit.

Campus Attisholz druckt eine kleine Serie (5Stk.) dieser Illustration von Emanuel Roth auf Cellulosepapier. Druckformat des Sujets: 320x250mm mit Prägestempel und Werktitel. Sie kosten 250.- und sind teil der in der Galerie Säulenhalle zum Kauf angebotenen Kunstprodukte.

Die Reihe der Campus Biere ist somit gestartet. Der Kunstschaffende der eine Etikette gemacht hat, nominiert seinen Nachfolger, also jenen, der das nächste Bier gestaltet. Auf diese Art ensteht eine autonome Plattform und Netzwerkerweiterung. Mit diesem Konzept schliesst sich der Verein BTS von einer Beeinflussung aus, die Spielart der Bildreihe kann sich frei entwickeln.

links: www.emanuelroth.ch // https://www.oeufi-bier.ch // aktuelle Veranstaltungen fb: „Unser 2. Streich – Vernissage recording 2.0 – 11.8.18 um 19:45“ // „Sandwich Between Walls, Vernissage: 24.8.18, 18:00

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Die Geschichte der Kantine

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Die Kantine, mit ihrem verwegenen Charme, war ursprünglich eine Portierloge. Die Büezer der Zellulose Fabrik Attisholz werden damals durch diese, auch heute noch sehr schönen, in Holz gefassten Flügeltüren hereingekommen sein, um dem Portier ihre Namen anzugeben, welche dieser dann mit frisch gespitztem Bleistift in seine Bücher eintrug.

Später werden Stempeluhren die Zeit hier vertickt und ungezählte Hände ihre Stundenkarte in die Uhren zum Abstempeln hinein Klack! -und wieder herausgezogen haben. Im Jahr 2008 nach mehr als hundert Jahren Produktion, hörten die Uhren zu ticken auf, das Industrieungeheuer legte seinen Bauch in Falten und verschied: Die Fabrik schloss ihre Tore, Stille und Staub legte sich über die Dinge.

KR16 Kettencafé 2016

2016 kam mit einer wilden Horde von Kunstschaffenden neues Leben in das stillgelegte Areal. Drei Monate lang trieben sie hier mit dem Projekt „Kettenreaktion 16“ ihr Unwesen. Es wären keine Künstler gewesen, wenn sie sich nicht einen Treff eingerichtet hätten, um bequem hinzuhocken, um miteinander das Geschaffene und Werdende zu besprechen; ein Bier zu trinken, ein warme Suppe zu löffeln, eine Kante Brot mit Käse oder einen Apfel zu essen.

Nach dieser Sturmflut der Künste wurde das damalige „Kettencafé“ zum Vereinslokal von BTS, der sich für Kunst im öffentlichen Raum stark macht. Er ist auch jetzt mit zeitgenössisch urbaner Kunst in der Kantine präsent und bietet diverse Werke zum Verkauf an. Die Initiative dieses Vereins und der kameradschaftliche Handschlag der neuen Eigentümer des Areals, ermöglichte den Wandel zu einer öffentlichen Schenke.

Kantine September 2017

Voilà, jetzt sind wir im Hier und Heute angelangt: Was es nun seit Sommer 2018 in der Kantine zu erleben, zu geniessen und zu feiern gilt, diese Geschichten schreiben Gastgeber Ueli Wüthrich mit seinem Team und natürlich vor allem Sie, als herzlich eingeladene und willkommen geheissene Gäste und Besucher*innen.

Eröffnung am 11. August // Link: Die Kantine auf Facebook

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Publikation „recording 2.0“ – Das Kunsterlebnis der anderen Art

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Kaum sind zwei Jahre nach der ersten Publikation vergangen, hieven wir den Anker zum zweiten Mal aus der Ex-Chemiekloake der Zellulose Fabrik. Am 11. August ist Buchpräsentation der Publikation „recording 2.0“, ab 19.30 in der Säulenhalle Campus Attisholz.

Die Publikation „recording 2.0“ ist ein stürmischer Kunstrausch vom Feinsten. Kreuz und Quer durch alle Dimensionen und Stilarten der zeitgenössisch urbanen Kunst. Bis ans Weltende der Spraydose und noch darüber hinaus.

Wissenswertes gibts darin zu lesen über die Vergesslichkeit des Menschen, der Suche nach Öffentlichkeit und die abstruse Geschichte vom Industrieungeheuer, der Freiheit und der Kantine. Ausserdem wird beantwortet weshalb man nur mit einem speziellen Verlangen anhalten sollte, warum es Kunstsanatorien braucht und wo der Planet Erde im Jahre 2040 noch bewohnbar sein wird.

Die Publikation „recording 2.0“ ist, um ein paar etwas nüchterne Worte zu verwenden, die zweite Sammlung der in und um den Campus Attisholz geschaffenen Werke. Sie dokumentiert die gestalterischen Prozesse und Reflexionen ab ende der KR16 bis zur Gegenwart. Mit Beiträgen aus der Wissenschaft der Künste, der Umwelt, der Raumgestaltung und der Literatur.

recording 2.0 / Seite 52: "Arbeit" / Abbildung: Dr.Farbe / Seite 53: "J.T. UNDERWOOD'S SPANWINKEL" von Kyriles / Abbildung: Werne Feller / Foto: © Vitaltransformer
recording 2.0 / Seite 52: „Arbeit“ / Abbildung: Dr.Farbe / Seite 53: „J.T. UNDERWOOD’S SPANWINKEL“ von Kyriles / Abbildung: Werne Feller / Foto: © Vitaltransformer

240 Seiten kreative Eruptionen in Bildwerk und Worterguss. Frisch ab Presse, stinkt wie der Teufel und brennt auch so unter den Fingernägeln…

Programm 11. August: Buchpräsentation und Gratiskonzerte im Rahmen der Eröffnung Boulevard, Spielplatz, Säulenhalle und Kantine im Campus Attisholz Areal.

ab 19.45 Buchpräsentation und Verkauf in der Säulenhalle
20.00 Konzert in der Arena: Tango Symphonique, TOBS Solothurn Biel
Leitung: Kaspar Zehnder, Gesang: Analia Selis, Klavier: Mariano Castro Bandeon: Omar Massa
22.00 Jazzkonzert: Thomas Baumgartner Trio, treibende Grooves und wilde Impros bis tief in die Nacht…. (Link: Fb-Veranstaltung)

Campus Attisholz, der Freiraum an der Aare, wo die Fische am frechsten gegen den Strom schwimmen.

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Unser zweite Streich, die Campus Attisholz „recording 2.0“

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Bald ist es soweit und unsere zweite Publikation, die „recording 2.0“ kommt aus der Druckerei zu uns, in unsere und in die Hände vieler Mitschaffender, Kollegen, Kunstfreunde, Interessierte, Neugierige, sie wird in den Regalen von Bibliotheken, Universitäten stehen, etc.

Es hat uns auch diesmal, so wie bei der ersten Ausgabe, viel Schweiss, Blut und Tränen gekostet. Doch dank vereinter Kräfte, vieler Stunden geleisteter ehrenamtlichen Vereinsarbeit und nicht zu vergessen der finanziellen Unterstützung unserer Partner und Gönner, ist das Werk nun in der Zielgeraden. Sehr schön, ok, nur – ähem, warum machen wir das denn eigentlich?

Im Areal Attisholz, wo wir nun hauptsächlich aktiv sind, wir alle wissen es, werden viele der dort geschaffenen Werke das Schicksal einer nur kurzen Lebensdauer haben. Teils werden die Bauten woran oder worin zb. die Murals platziert sind abgerissen. Oder, wenn es die Konzeptanordnung wie im Boulevard will, verschwinden sie wieder, weil sie gekrosst, von nachfolgenden Kunstschaffenden übermalt werden.

Und Tschüss, sagt man so schön, oder eben auch nicht, macht ein paar Bilder und dokumentiert diese in der jeweiligen für eine Ära der künstlerischen Intervention vorgesehen Dokumentation „recording“. Das macht Sinn und deshalb ist diese Aufgabe ein grundsätzliches Anliegen vom Verein BTS.

Dann entstehen hier auch immer wieder Werke, die vor Ort gar keine Spuren hinterlassen, wie Tanzperformances, Konzerte, Lesungen und Spektakel allen Couleurs. Ausserdem werden Berichte geschrieben, welche zb. die industrielle Geschichte des Areals und ihre Auswirkungen aufarbeiten. All dies kann durch Medien wie Video, Audio, Photographie und Schrift, als Materialien eingefangen und für eine Dokumentation aufbereitet werden, sie gingen sonst verloren. Die effiziente Sammlung dieser Arbeiten in unseren „recording“ Dokumentationen machen den Reichtum viele der hier geschaffenen Werke und Arbeiten für die Öffentlichkeit erst zugänglich.

Durch die Darstellung der durch uns in Gang gebrachten Prozesse, wird der Einfluss und die Wirkung unserer Tätigkeit auf das kulturelle wie gesellschaftliche Leben im und um das Areal Attisholz einseh -und nachvollziehbar. Es ist auch so, dass Kunstschaffende und Raumentwickler durch die gezeigten Arbeiten zu neuen Plänen und Werken animiert und inspiriert werden. Eine sorgfältige Dokumentation ist gerade für diese Prozesse von elementarer Wichtigkeit.

Die Publikation „recording 2.0“, als eine Druckware, also ein Ding der Realität mit Masse, Umfang und Gewicht, erweist dem Kunstschaffenden und seinen Werken, wie auch seinem Publikum, eine ganz andere, eine eben gewichtigere und bedeutendere Referenz, als das flüchtige Flimmern in den digitalen Netzwerken und Online-Portalen. Wir setzen so ein klares Zeichen der Wertschätzung und Achtsamkeit gegenüber den Kunstschaffenden aber auch gegenüber den regionalen Gemeinschaften und Mitmenschen. Es sind bedeutende Zeichen für die Gegenwart, als auch in die Zukunft, wenn wir die Arbeit des Dokumentierens leisten.

Wir polarisieren, wecken Interesse, fördern Netzwerke, neue Gemeinschaften und Projekte schliessen sich an. Das ist der beste Dünger den sich eine Region für ein aktives kulturelles Leben wünschen kann und für uns ein prima Botschafter der freien Kunst im öffentlichen Raum, der Sache, für die wir uns stark machen. Umso potenter wird das Ganze, wenn wir als Verein BTS unsere Aktionen mit in regelmässigen Abständen erscheinenden Dokumentation begleiten, so senden wir solide unser Ding in die Welt hinaus, und können weit über den Ort und die Zeit des Geschehens wahrgenommen werden.

Mit dem elften August 2018, der Vernissage der „recording 2.0“ in der zeitgleich eröffneten brandneuen Galerie, wird ein weiterer Höhepunkt unserer Vereinslegende zu feiern sein. Was soll ich sagen: „echt geil!“ …und; dies ist erst der zweite Streich, der dritte…

Programm 11. August: Buchpräsentation und Gratiskonzerte im Rahmen der Eröffnung Boulevard, Spielplatz, Säulenhalle und Kantine im Campus Attisholz Areal.

ab 19.45 Buchpräsentation und Verkauf in der Säulenhalle
20.00 Konzert in der Arena: Tango Symphonique, TOBS Solothurn Biel
Leitung: Kaspar Zehnder, Gesang: Analia Selis, Klavier: Mariano Castro Bandeon: Omar Massa
22.00 Jazzkonzert: Thomas Baumgartner Trio, treibende Grooves und wilde Impros bis tief in die Nacht…. (Link: Fb-Veranstaltung)

 

Campus Attisholz, der Freiraum an der Aare, wo die Fische am frechsten gegen den Strom schwimmen.

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Seriousdrifting und Vitaltransformer

Sitzverlegung von Etziken nach Riedholz

Posted Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in BTS Intern, CampusAttisholz

Naja, so eine Sitzverlegung ist nicht ganz so einfach. Interne Diskussionen und Auseinandersetzungen dann noch das übliche Prozedere mit dem Papierkram, Vereinsabstimmung in einer Ausserordendlichen GV, Protokolle etc. und natürlich die Ab- und Anmeldung bei den Gemeinden. Zum Glück war dies auch bei der Gemeinde Riedholz auch das erste Mal dass ein Verein einen Sitz in die Gemeinde verlegt.

Anyway, nun sind wir nun ein Riedholzer Verein. Unsere Postfach bleibt bis Ende 2018 in Etziken.Was sonst noch für Vereine in Riedholz ansässig sind findest du hier > link

Warum Riedholz?

Ganz klar wegen unserem Vereinslokal im Attisholz-Areal, das ehemalige Portiershaus und natürlich wegen unseren Visionen von Kunst- und Kulturplattformen im und ums Areal. Unsere Ziele für’s Areal 2018/2019 wurden am Tag des Offenen Areals ende November der Bevölkerung von Riedholz nahegelegt. Siehe AZ-Medien vom 28.11.2017. Somit wird BTS zukünftig auf dem Areal verschiedene Plattformen für Kunst- und Kultur erschaffen und verwalten. Zu den inhaltlichen Kernelementen zählen wir die interdisziplinäre und generationenübergreiffende Arbeit der Kunstschaffenden mit teils künstlerischen Strategien aus der Urban Art. Diese Forschungsarbeit soll sich interdisziplinär entwicklen. Der kreative Prozess wird zukünftig in der Publikation „recording“ festgehalten.

Aber hey, ganz klar werden wir weiterhin Projekte ausserhalb dieses Areales in Zukunft verfolgen.

– Boulevard Dieser soll in Zukunft als halböffentlicher Raum für Kultur nutzbar und offen sein. Wir fördern ein inovatives, farbiges und trendiges Strassenleben.

– Kantine Wir bauen ein Lokal für Kunst- und Kultur. Im Moment ist dieser Raum ein warmer, trockener Ort für unsere vereinsinterne Freitagstreffs.  Öffnung: Frühjahr/Sommer 2018 mit Sommertheke im Boulevard.

Salon Der Salon neben der Kantine soll als Freiraum für kleinere Events öffentlich nutzbar werden Der Verein nutzt diesen Ort für Diskussionen, Kino, Vorträge und Erlebnisgastronomie. Dieser Raum wird anderen Vereinen als Kulturraum angeboten.

Werkstatt Wir wollen für Kunstschaffende eine Werkstatt errichten. Holz-, Metall-, Farbenlabor. Im Moment ist diese nur für Vereinsmitglieder nutzbar. Damit diese auch öfftenlich Nutzbar sein wird. Geplante Öffnung: Ende 2019

Galerie Wir richten an Ort einen Ausstellungs- und Galerieraum ein. Wir möchten hier zum einen den Kunstschaffenden an Ort eine Ausstellungsmöglichkeit bieten. Geplante Öffnung Ende August 2018

Damit unsere Vision auch in Erfüllung gehen wird braucht es noch viel Engagement von Vereinsmitgliedern, Gönner und Unterstützer sowie Kunst- und Kulturschaffende, welche an Ort in Zukunft arbeiten wollen. Hey, willst Du mithelfen? Zögere bitte nicht, schreib uns ein Email.

Hallo Kantine wie gehts?

Posted 2 KommentareVeröffentlicht in BTS Projekte, CampusAttisholz

So beim Kantine-Besuch letzten Freitag, am BTS-Vereinsstammtisch sitzend, kam plötzlich die Kantine höchstpersönlich zu mir hin, setzte sich und schwieg mich an.

Hallo Kantine – Wie gehts so?

Schlecht – keine Leute, kalt keine Heizung, keine Brandschutzbewiiligung, ansonsten alles i.o. …(langer Aussetzer)…. ah…Eigentlich ok. Super, gar nicht so schlecht.

Hab gesehen du arbeitest ja.

Ja immer Freitags.

Komm schon Freitag ist Wochenende da muss doch was „gehen“?

Was hier geht – …(bisschen mager aufblühend).. schöne Räume, gutes Ambiente, schöne Zeichnungen, nette Leute. Leider noch ein bisschen im operativen Genesungszustand.

Operativ? Gensungszustand? Wie meinst du das?

Nachdem ich mich gehäutet habe sind 16m3 von der Wirbelsäule entfernt worden – sprich ich habe ein komplett neues Innenleben.

Ahhhh… die Liebe kommt von innen her?

Genau.

..

..

12 Minuten Schweigepause.

…ich dachte ich hätte schon völlig den ziegelroten Faden verloren,
Aber… – woran liegt’s denn..?

Geduld Geduuuld… (sprach Sie) … tiefer Seufzer. Die alte Attisholzsau – ist ein Ding… naja – Gut Ding braucht halt Eiecheln.

..?..

Ich halte inne – staune und geniesse nen verdammt feinen Café.

 

 

Kantine
Vereinslokal BTS
4533 Attiswood Blvd 1stEW
+41 switzerland

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Freitagsvereinstreff Kantine – ab 17h / Es erwartet Dich Quatsch und Tratsch / Im Winter Frühjahrs Pläne schmieden.