Kettenreaktion 2016

Die Neuentdeckung eines alten Industrieareals

127 Jahre lang war die Cellulose-Farbik in Attisholz das einzige Unternehmen in der Schweiz, welches Zellulose hergestellt hat. 2008 wurde durch die Schliessung eines der größten voll erschlossenen Industriegelände Mitteleuropas zur Brache. Die Region Solothurn Ost und die angrenzenden Gemeinden Luterbach sowie Riedholz verloren zahlreiche Arbeitsplätze.

Die Idee unseres Projektes ist es, den Ort subtil zu inszenieren, die Gäste für seine Vergangenheit zu sensibilisieren und die Vorstellung für Neues zu öffnen. Die Erstbegehung und die künstlerische Auseinandersetzung mit der Brache während des Entstehens ist dabei ein fester Prozessbestandteil. Dies geschieht mit den vor Ort gefundenen Materialien und zur Verfügung gestellten zeitgeschichtlichen Dokumenten der Fabrik, sowie den in den letzten Jahren entwickelten Bebauungs- und Erschliessungsplänen.

Der geschaffene Eindruck wird in einer abschliessenden Ausstellung präsentiert und begleitend während eines dreitägigen Symposium erörtert.

KETTENREAKTION 2016 stellt durch die Arbeiten der Künstler, das Rahmenprogramm und die Dokumentation der Prozesse diese Neuentdeckung des Areals dar. Die Künstler öffnen durch ihre Arbeiten den Raum. Die Werke leiten den Blick, Details werden hervorgehoben – Sehgewohnheiten in Frage gestellt; es findet eine Neubewertung statt. Dadurch entwickelt das Publikum Visionen für mögliche Gestaltungen des Geländes.

Mit dieser Veranstaltung wird ein Treffpunkt im Zeichen der Gegenwartskunst für die Schweiz und durch die internationale Beteiligung für Europa geschaffen. In diesem Umfeld treffen sich interessierte Kunstschaffende, Galeristen, Architekten, Designer, Planer, Projektentwickler, Dichter, Denker, Politiker, Dozenten, Studenten, Schulen, Anwohner und Institutionen.

Weitere Infos: webseite Kettenreaktion 2016