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Wieviel Freiheit braucht Kunst?

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…eine grösstmögliche, werden wahrscheinlich die meisten spontan antworten. Sehr schnell stösst man aber auf unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, die je nach Spielanleitung einer Regierung, den kulturellen Traditionen einer Gemeinschaft, oder individueller Anschauung, eine andere ist.

Man erinnert sich auch an Kunst, die trotz repressiven Regimes entstanden ist, dass auch lebensfeindliche Lebensumstände Kunst keineswegs verunmöglichen. Das Gegenteil kommt der Wirklichkeit näher, nämlich, dass Widerstand ein reicheres Kulturleben hervorbringt als Wohlstand.

Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransforme
Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransformer

Die Mehrzahl von uns hier in der Schweiz haben wenig Grund zur Klage. Aber Freiheit will immer von Neuem belebt sein. Wie frei die hiesigen, zu Bürokraten erniedrigten Kunstschaffenden sich in der Kunst im Ausfüllen von Unterstützungsanträgen und der Sponsorensuche fühlen, ist eine Frage nach der Freiheit wert. Im Gerangel um Kulturgelder findet auf der Seite der Kunstschaffenden nicht selten eine Anpassung oder gar eine Selbstzensur statt.

Hier hakt der Verein Beneath The Surface (BTS) ein und bietet den Kunstschaffenden mit Gestaltungsfläche, Raum, Material -und Spesenvergütung einen Basisservice an. Das schafft die Grundvoraussetzungen für ein künstlerisches Schaffen, frei von bürokratischem Druck und der Gefahr einer Beschneidung.

In der Zusammenarbeit mit BTS können sich Kunstschaffende mit voller Leidenschaft ihrer Arbeit hingeben.

Kunst Raum geben, Kunst im öffentlichen Raum fördern, das sind die zentralen Anliegen des Verein BTS. Das ist gemeint, wenn von „Plattformen schaffen“ die Rede ist, eine in den Vereinsstatuten verbindlich verankerte Ethik freier Kunst. Der Verein BTS ist überzeugt mit diesem Konzept ein Kunstschaffen zu fördern, die den öffentlichen Diskurs anregt und die Kulturvielfalt der Gegenwart auf bereichernde Weise mitgestaltet.

Artists: S213 - Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer
Artists: S213 – Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfordert eine sensible Kuration, um ein gestalterisch wie inhaltlich freies Schaffen zu garantieren. Frech ist das Wesen der Kunst, hält das in sich widersprüchliche menschliche Kultur – und Gestaltungspotenzial in Bewegung und bringt uns so in den Genuss einer sich stetig erweiternden Wahrnehmung.

Beitragsbild: Artist: Louane / Ort: Campus Attisholz / Foto: © Vitaltransformer

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SANDWICH BETWEEN WALLS

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Ein gutes Dutzend Kunstschaffende aus verschiedenen Regionen der Schweiz zeigen ihre Arbeiten im Campus Attisholz. Zum einen mit grossflächigen Murals an den Wänden der industriellen Bauten, zum anderen Teil mit Arbeiten in der sich gleichfalls im Areal befindlichen Säulenhalle. Die einzigartig örtliche Positionierung, der vom Verein BTS betriebenen Galerie, in der grössten Industriebrache der Schweiz, macht eine Exposition dieser besonderen Art möglich.

„Im Endeffekt wird der Campus Attisholz automatisch zu einem Contemporary Art, Mural und Muralist Graffiti Hot Spot der Schweiz, weil es der einzige Ort bei uns ist, wo man eine solche Dichte von so grossformatigen Werken haben wird. Egal was man dort macht, Urban Contemporary Art wird ein wichtiger Aspekt vom ganzen Erscheinungsbild des Areals sein.“

„Ob Urban Contemporary Art, Graffiti oder was auch immer, ein guter Mix muss es sein und Verflechtungen verschiedener Szenen ermöglichen. Der Ort ist sehr inspirierend, für jeden der auf dem Areal ist. Es ist eine brutale industriale Urban Landschaft, in einer Country Side Szenerie. Eine konzentrierte Ansammlung von Betonwänden, die dort unten an der Aare stehen; klar die Bewohner fehlen noch, die Beleber.“

( Corso Bertozzi, Ausstellungsmacher von SANDWICH BETWEEN WALLS)

Ausstellende Kunstschaffende: Corso Bertozzi, Andri Eberhart, Fafa, Louane, Magics, Meks, Meyk & Sybz, Emanuel Roth, S213, Gen Atem, Philipp Thoma, Mr. Plustik, Pollo 7, Waist, Weal

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„Dieses Street, Urban Art Graffiti Zeug, das ist ein Kunstding mit welchem man aus praktisch nichts, alles machen kann. Muralist’s, die brauchen nichts. Du kannst ihnen ein, zwei Stifte in die Hand drücken, ein Blatt Papier, oder einen Eimer Farbe, die brauchen nicht supertechnische Installationen, sie brauchen keine struben Maschinen, um etwas zu realisieren. Die Mittel sind aus Prinzip extrem beschränkt.“

„Mit einem Eimer weissen Farbe macht man irgendwas geiles, ob man den sprengt, oder ein irres Muster an die Wand malst oder ein Graff‘, oder was auch immer. Das sieht man gut im Ostblock, wo die Leute keinen Schtutz für Spraydosen haben, weil die im Verhältnis zu ihrer Kaufkraft viel teurer sind als bei uns.“

„Da nehmen sie einfach die billigste Scheissdispersion vom Baumarkt und ein paar billige No-Name Dosen, die viel zu wenig Pigment drin haben um richtig zu decken, und damit machen die den geilsten Shit. Bei uns haben die Kids zu viel Geld, dann haben sie das Gefühl, umso mehr Farbe ein Bild hat, desto besser sei es. Dabei kann man schon mit ein, zwei Farben etwas huere Krasses machen.“ (Corso Bertozzi)

Das Urban Elektro-Tek Duo „None of Them“ spielt an der Vernissage 24.8. ab 20.30 Uhr, danach Afterbeats von Chino Flatbeat, FREE ENTRY!!!

„Wenn du mich fragst ist der Ausdruck „Urban Art einfach ein Marketing-Begriff und es fasst halt einfach das ganze Schaffen welches im öffentlichen und halböffentlichen Raum stattfindet zusammen, ob das Graffiti, Paste-Up’s, Stencils, so Schablonen-Zeug ist oder Leute, die Figürchen giessen und irgendwo hinleimen, Installationen etc.“

„Viele davon sind ursprünglich Sprayer, die sich weiterentwickelt haben. Auch die Arbeitstechniken haben sich komplett vermischt. Früher war ganz klar, so und so muss ein Graffiti gemacht werden. Wenn du ein Klebband brauchtest um ein gerade Linie hinzusprayen war das ein No-Go, heute ist alles offener geworden.“ (Corso Bertozzi)

Vernissage Freitag 24. August 2018, 18.00 – 00.00
Konzert ab 20.30 None Of Them, Afterbeats Chino Flatbeat FREE ENTRY!!!

Finissage Samstag 8. September 2018, 18.00 – 21.00

Veranstaltungsort Säulenhalle Campus Attisholz,
Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Öffnungszeiten: Freitags 16.00 – 20.00, Samstags und Sonntags 14.00 – 18.00

Link: Veranstaltung fb

Bildbeiträge inklusive „Can-Sandwich“: © Corso Bertozzi

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