Writers On The Storm (Miami Archives)

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Ausstellung: Fotografie: Mike Wolff, Urban Illustration: Sèyo
Vernissage: Freitag 21. Sept. 2018, 18.00, Säulenhalle Campus Attisholz

Eines der wichtigsten und legendärsten Street Art Festivals überhaupt, findet alljährlich im Stadtteil Wynwood in Miami, Florida statt. Einem gewieften Immobilieninvestor gelang ein kleines Zauberstück, als er heruntergekommene Lagerhallen an Kunstschaffende vermietete. Mit deren innovativen Energien und Ideen knallte er das Quartier in die vorderen Ränge der Kulturmarkt-Hitparade, wo es unterdessen Kultstatus erreicht hat. So pilgert nun alle Welt an das selbsternannte Mekka der Graffiti-Szene in diese subtropisch paradisischen Gefilde an der Ostküste der USA.

Burning Marte © Mike Wolff
Fotograf Mike Wolff

Keine Frage, da muss ein Fotograf hin, da ist kein Halten und wer Mike Wolff einmal begegnet ist, weiss, das ist sein Ding, dort spult er rum, um alle Ecken, mit Jagdinstinkt, mit dem Finger „on the trigger“ seiner Kamera.

Mit reicher Beute ist er heimgekehrt, Mike und Graffiti-Artist Sèyo, mit dem er drüben war, und so wie er erzählt, eine feine Zeit erlebt hat. In der Säulenhalle im Campus Attisholz stellen sie gemeinsam ihre Werke aus, die in Miami, oder im Nachhall der Erlebnisse entstanden sind. Kurz vor dem Aufbau ihrer Ausstellung haben wir Mike Wolff ein paar Fragen gestellt:

Mike Wolff, was fasziniert Dich an den Arbeiten von Sèyo?

„Sèyo’s Werke haben mich schon in meiner Jugend sehr beeindruckt. Er war für mich einer der prägendsten Graffiti Künstler in der Schweiz und ich war von seinen Styles und Charakteren immer sehr fasziniert.
Seine Arbeiten waren immer sehr originell und zeichneten sich durch einen eigenen Stil aus, den er bewusst und gekonnt immer wieder präsentieren konnte.“

„Als ich in London wohnte und mich für eine Zeit von der Schweiz verabschiedete, hatte ich nicht mehr die Affinität zur Szene in der Schweiz und war bei meiner Rückkehr sehr beeindruckt, wie sich gewisse Künstler weiter entwickelt haben und ihre Passion und ihr Schaffen souverän durchgezogen haben.“

„Séyo’s Werke haben für mich eine sehr poetische Komponente. Vor allem wenn er mit den Bäumen arbeitet, seine Charakteren «La Belle et le Gloebs» zeichnet und malt. Ich durfte die Entstehung eines dieser Werke in der «Kings Hall « während der Kettenreaktion (KR16) in Attisholz miterleben und dokumentieren und war zutiefst beindruckt, als er mir die Details und die Geschichten, welche sich in seinem Mural wiederfinden erklärte.“

„La belle et le gloebs à Miami“ von Sèyo / Fotografie © Mike Wolff

„Ich ertappe mich oft, wie ich die detailreichen Bilder von ihm erforsche und immer wieder betrachte; sie sind ein visuelles Storytelling, welchem ich sehr gerne zusehe und mit Begeisterung zuhöre.“ (Mike Wolff)

Was denkst du, was ist er für ein Mensch, was sind seine stärksten Leidenschaften?

„Sèyo’s Leidenschaft ist das Leben, seine Arbeit, diese Aspekte zu leben, leben lassen und mit den Menschen in seinem Umfeld zu teilen. Ich habe ihn in unser Zeit in Miami als sehr talentierten und professionellen Künstler erlebt, der seine Arbeiten ungeheuerlich präzise und professionell ausführt und die Show dabei nicht vergisst.“

„Jeder Tag den ich mit ihm verbringen durfte, war ein absolutes Highlight, und die Freundschaft welche sich über die letzten Jahre und unsere Reise nach Miami entwickelt hat, bedeutet mir sehr viel. Im Englischen sagt man «…I hold this friendship very dearly»“ (Mike Wolff)

Was für gemeinsame Erlebnisse hattet ihr in Miami?

„Unsere täglichen Fitness Workouts am morgen werde ich nie vergessen. Nebst Liegestützen und Dehnungsübungen fingen wir die Tage immer mit einem üppigen Frühstück, in einem kubanischen Restaurant an. Es war ein tolles Erlebnis, die Tage mit ihm von früh bis spät zu erleben und dokumentieren zu dürfen. Es wurde immer viel gelacht und viel improvisiert.“

Mike Wolff and Sèyo: »Writers On The Storm« © Mike Wolff

„Nebst vielen anderen Begegnungen blieb mir ein Morgen, als ein paar Local Homies überzeugt waren, dass Sèyo ein bekannter Schauspieler aus Frankreich sei und ich dementsprechend als sein Personal Assitant und Security Guard einspringen musste (überzeugender Weise) …“

„Ein sehr berührender Moment war ebenfalls, als ich für unsere Crew arbeitete, die Graffity Bibel «Subway Art» von Martha Cooper unterschrieben und gewidmet kriegte…da zitterten mir die Hände…“

„Danke Sèyo für all deine Arbeit und deine Zeit. Peace Frèro … Gilbert & Christian“

(Mike Wolff)

Writers On The Storm (Miami Archives)

Die präsentierten Arbeiten zeigen Persönlichkeiten und Momente von den Strassen Wynwoods (Miami) im Kontext eines der welweit grössten Street Art Festivals. Ergänzt werden die Fotografien mit Arbeiten des Graffiti-Artist Sèyo, der 2017 an dem Festival teilgenommen hat. (Tom Lauterberg)

Fotografie: Mike Wolff, Urban Illustration: Sèyo

Vernissage Freitag 21. September 2018, 18.00 – 00.00
Konzert ab 20.30: Goner (Kuzurura), Afterbeats: Chino Flatbeat

Finissage Samstag 6. Oktober 2018, 18.00 – 21.00

Veranstaltungsort Säulenhalle Campus Attisholz, Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Öffnungszeiten jeweils Freitags 16.00 – 20.00, Samstag und Sonntags 14.00 – 18.00

Weiterführende Links: Website Sèyo // Website Mike Wolff // Website Goner (Kuzurura) // Website Chino Flatbeat // Website Vitaltransformer

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Mike Wolff, Tom Lauterberg und Vitaltransformer

ZELLU-LOSE – Kardo Kosta

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KARDO KOSTA „ZELLU-LOSE“ Installations-Objekte-Grafiken

Vernissage Freitag 21. September 2018, 18:00, im Open-Space der Säulenhalle, Campus Attisholz

– Der Kunstschaffende Kardo Kosta und ich (Pierroz), haben uns in einigen Mails über seine kommende Ausstellung im Campus Attisholz unterhalten. Einige Ausschnitte dieser lebhaften Konversation machen wir hier einem an Kunst  interessierten Publikum zugänglich.

– El artista Kardo Kosta y yo (Pierroz), hablamos sobre su próxima exposición en Campus Attisholz en algunos correos electrónicos. Aquí hay algunos extractos de esta animada conversación que son accesibles para un público inclinado al arte.

Kardo nel bosco © Mike Wolff

Querido Pierroz

En este lugar („Open-Space“ Säulenhalle Campus Attisholz), muestro distintas técnicas, distintos materiales, distintos estados de animo, distintos objetos. Lo que hago es preservar una memoria que existió en una parte de Suiza, instalo un tiempo que muy pocos recuerdan. Conecto en el mismo espacio , la naturaleza y la civilización.

Im Open-Space der Säulenhalle zeige ich verschiedene Techniken, verschiedene Materialien, verschiedene Launen, verschiedene Objekte. Ich archiviere Erinnerungen, die zum Teil ihren Ursprung in der Schweiz haben und installiere auf diese Art eine Zeit, an die sich viele nicht mehr erinnern können – verbinde zeitgleich Natur mit Zivilisation.

Podemos decir que es un kaos poético; es una instalación, objetos y gráficos, y estos son varios trabajos hechos a partir de ketten reaktion.

Man kann sagen, dass es sich um ein poetisches Chaos handelt; es ist eine Installation, mit Objekten und Grafiken, es sind verschiedene Werke, die aus dem Projekt Kettenreaktion (KR16) stammen.

Los materiales utilizados son papel celulósico, piso de fábrica, colores; naturaleza y civilización.

Die verwendeten Materialien sind Zellulosepapier, Fabrikboden, Farben; Natur und Zivilisation.

Der Kosta

Lieber Kardo

„poetisches Chaos“ finde ich eine sehr treffende Umschreibung Deiner Kunstarbeiten. Darin spiegelt sich auch ein reicher Ausdruck des Menschlichen und Humanen.

„caos poético“ encuentro una descripción muy acertada de tus obras de arte. Esto también refleja una rica expresión de lo humano y lo humano.

Nun, die KR16 (Kettenreaktion) ist, für mich zumindest, bereits tiefste Vergangenheit. Bist du ein Romantiker, dass Du jetzt eine kleine Retrospektive machst, oder was ist Dein Anliegen?

Bueno, el KR16 (reacción en cadena) es, al menos para mí, el pasado más profundo. ¿Eres romántico, estás haciendo una pequeña retrospectiva ahora o cuál es tu problema?

a presto Pierroz

Querido Pierroz

No hago una retrospectiva, la experiencia de ketten reaction me acerco bastante a ciertas manifestaciones colectivas de Latinoamérica, y me permitió volver a una de mis pasiones, la instalación y la gráfica. Seguro que todo evoluciona y cambia y eso siempre me parece genial.

Ich mache keine Retrospektive; die Erfahrung Kettenreaktion (KR16) hat mich an kollektive Manifestationen von Lateinamerika erinnert, und weckte meine alten Leidenschaften zur Installation und Grafik. Aber klar; alles entwickelt und verändert sich, das ist doch genial.

En este tiempo que paso hice muchas obras nuevas pero que tienen mas ese toque urbano , pero……sin dejar de lado lo otro que yo trabajo que es el Land Art ….en mi caso instalaciones en la naturaleza.

In dieser Zeit habe ich viele neue Arbeiten gemacht, die haben aber mehr einen urbanen Touch, aber … ohne das andere zu vernachlässigen, denn sonst mache ich LandArt … in meinem Fall Installationen in der Natur.

Abrazos, Der Kosta

1el sapo y las princesas © Kardo Kosta

Lieber Kardo

Mit den beigelegten Bildern, hast Du es einmal mehr geschafft mich zu überraschen, da seh ich wieder Strukturen, Motive und Techniken, die ich so von Dir nicht erwartet habe. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Linolschnitte, aber, wenn ich näher rangehe, meine ich, es seien am Computer rein auf digitaler Basis entstandene Arbeiten?

Con las imágenes adjuntas, una vez más lograron sorprenderme, porque veo nuevamente estructuras, motivos y técnicas que no esperaba de usted. A primera vista, parecen linóleos, pero si los miro más de cerca, ¿me refiero a que hay trabajos generados por computadora sobre una base puramente digital?

bis bald mein Freund, Pierroz

Querido amigo Pierroz

Los trabajos que le envie se llaman dedografia, son hechos en ipad con el dedo pero tratando de que sean linoleos, el principio es el mismo, el ipad , es como mi pequeño atelier ambulante. Y no descarto ninguna posibilidad de creacion. Necesito la tecnologia para crear, y tambien el bosque, son dos espacios distintos, y a mi me gusta no estancarme, ser como el agua que se mueve, y busca diferentes caminos.

Die Arbeiten, die ich dir schicke, nennt man „fingerpaints“, sie werden auf dem iPad mit dem Finger gemacht, aber ich versuche sie zu Linolees zu machen. Das Prinzip ist dasselbe, das iPad, es ist wie ein kleines Reiseatelier für mich. Ich schließe keine Möglichkeit der Schaffens aus.
Ich brauche Technologien um arbeiten zu können, und auch den Wald, es sind zwei verschiedene Räume. Ich möchte nicht stagnieren, ich möchte sein wie das Wasser, das sich bewegt; und nach verschiedenen Wegen suchen.

hasta pronto querido amigo Pierroz, Der Kosta

Vertikale Horizonte © Kardo Kosta

Lieber Kardo

Vielen Dank für die neuen Bilder. Wow, diese Formate, diese, wie es den Eindruck macht, sich ins unendliche erweiternde Bildrolle, tolle Arbeiten! Haben diese Werke auch Namen? Bei diesen Arbeiten ist für mich auch das, was ich in meiner Vorstellung als von „Der Kosta“ stammende Kunst abgespeichert habe, wiedererkennbar. Spielen da nicht auch mythische, beinah religiöse Motive und Symbole mit rein? – so dass ich mich fragte; aus welchen Kulturkreisen kommt Kardo eigentlich, was hat ihn geprägt und welche dieser Prägungen setzt er als Akzente bewusst in seine Arbeiten ein?

Gracias por las nuevas pinturas. Wow, estos formatos, estos, ya que hace la impresión, en el pergamino de expansión infinita, gran trabajo! Estas obras tienen nombres? En este trabajo, lo que he almacenado en mi imaginación como arte „Der Kosta“ es reconocible para mí. No son puros los motivos y símbolos míticos, casi religiosos? – entonces me pregunté a mí mismo; De qué círculos culturales viene realmente Kardo, qué le ha influido y cuál de estas impresiones usa como acento, conscientemente en sus obras?

Ich grüsse Dich und die Deinen herzlichst, Pierroz

Querido hermano Pierroz

Estos trabajos, se llaman horizontes verticales , estan hechos en papel de arroz con tinta china , y tienen como diez metros , y son algunos de los que voy a colocar en attisholz.Tienen la caracteristicas que no propuse un tema con anterioidad, solo me concentre en sentir el agua la tinta china y el papel de arroz con un pincel japones y dejarme llevar un poco hacia donde la mancha queria ir, era como meditativo, y luego al ver el resultado me sorprendio, y me dejo muy calmo

Vertikale Horizonte 2 © Kardo Kosta

Diese Arbeiten, „vertikale Horizonte“ genannt, sind aus Reispapier mit Tinte. Die Bildrollen sind etwa zehn Meter lang. Einige von ihnen werde ich im Offspace der Säulenhalle zeigen. Diese Arbeiten machte ich ohne thematische Vorgaben. Ich konzentriere mich einfach auf mein Gespür für, das Wasser, die chinesische Tinte, das Reispapier den japanischen Pinsel, und liess mich dorthin mitnehmen, wohin der Fleck hin wollte. Es war wie Meditieren und das Ergebnis überraschte und beruhigte mich gleichermassen.

Son obras mas bien inconcientes, la simbologia esta en el aire como la musica el pincel es el instrumento. Y pasan a traves de mi por que a lo mejor son cosas que conozco de vidas anteriores. Yo estudie arquitectura en la Argentina, en la epoca de los militares, y luego me propuse que muchas cosas que ver en pantallas o en libros las debia vivir personalmente, y comence a viajar, y es lo mejor llegar a un lugar totalmente desconocido y empezar aprender de nuevo sin dejar la carga que uno lleva.

Es sind eher unbewusst entstandene Werke. Symbolik liegt in der Luft; mit Musik verglichen, ist hier der Pinsel das Instrument, und die Klangfarben gehen durch mich hindurch. Vielleicht sind es Dinge, die ich aus früheren Leben kenne. Ich studierte damals Architektur in Argentinien, als die Militärs an der Macht waren Ich fand, dass viele Dinge, die ich auf Bildschirmen oder in Büchern sah, realisiert werden sollten, und begann zu reisen. Am besten ist es, an einen völlig unbekannten Ort zu gehen und wieder von neuem zu lernen, ohne die Prägungen zu verleugnen, die man in sich trägt.

Me gusta la gente que observa llega a algo visual no por que lo conducen como hacen la galerias o los museos me gusta la gente de mente abierta que da su opinion sobre lo que dibujo, alli es cuando empieza a tener sentido lo que hago, el espectador inteligente termina la obra al pasarla por su cabeza.

Ich mag Leute, ich mag aufgeschlossene Leute, die ihre Meinung über das, was ich zeichne äussern. Dann beginnt es Sinn zu machen, der intelligente Zuschauer vervollständigt die Werke, indem er sie durch seine Denke schickt.

Te mando un gran abrazo y hasta pronto, Der Kosta

 

Die Vernissage der Ausstellung „ZELLU-LOSE“, ist am Freitag 21. September 2018, 18:00, im Open-Space der Säulenhalle, Campus Attisholz, Attisholzstrasse 10, CH-4533 Riedholz

Link: fb-Veranstaltung

Konzert ab 20.30 Goner (Kuzurura)
Afterbeats Chino Flatbeat

Öffnungszeiten jeweils Freitags 16.00 – 20.00, Samstag und Sonntags 14.00 – 18.00

Finissage Samstag 6. Oktober 2018,
18.00 – 21.00

Weiterführende Links: Website Kardo Kosta // Website Mike Wolff // Website Vitaltransformer/Pierroz // Website Kettenreaktion/KR16

An alle Raubritter und Wegelagerer: Für alle Inhalte dieser Website, ob Text, Bild, Video oder Audio, gelten Urheberschutzrechte. Die Text -und Bildautoren dieses Beitrags sind: Kardo Kosta, Mike Wolff, Pierroz und Vitaltransformer

Artist: Louane / Foto: ©Vitaltransformer

Wieviel Freiheit braucht Kunst?

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…eine grösstmögliche, werden wahrscheinlich die meisten spontan antworten. Sehr schnell stösst man aber auf unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit, die je nach Spielanleitung einer Regierung, den kulturellen Traditionen einer Gemeinschaft, oder individueller Anschauung, eine andere ist.

Man erinnert sich auch an Kunst, die trotz repressiven Regimes entstanden ist, dass auch lebensfeindliche Lebensumstände Kunst keineswegs verunmöglichen. Das Gegenteil kommt der Wirklichkeit näher, nämlich, dass Widerstand ein reicheres Kulturleben hervorbringt als Wohlstand.

Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransforme
Artist: Kris Kind / Werk: Wertpapiermensch / Ort: Campus Attisholz / Foto: ©Vitaltransformer

Die Mehrzahl von uns hier in der Schweiz haben wenig Grund zur Klage. Aber Freiheit will immer von Neuem belebt sein. Wie frei die hiesigen, zu Bürokraten erniedrigten Kunstschaffenden sich in der Kunst im Ausfüllen von Unterstützungsanträgen und der Sponsorensuche fühlen, ist eine Frage nach der Freiheit wert. Im Gerangel um Kulturgelder findet auf der Seite der Kunstschaffenden nicht selten eine Anpassung oder gar eine Selbstzensur statt.

Hier hakt der Verein Beneath The Surface (BTS) ein und bietet den Kunstschaffenden mit Gestaltungsfläche, Raum, Material -und Spesenvergütung einen Basisservice an. Das schafft die Grundvoraussetzungen für ein künstlerisches Schaffen, frei von bürokratischem Druck und der Gefahr einer Beschneidung.

In der Zusammenarbeit mit BTS können sich Kunstschaffende mit voller Leidenschaft ihrer Arbeit hingeben.

Kunst Raum geben, Kunst im öffentlichen Raum fördern, das sind die zentralen Anliegen des Verein BTS. Das ist gemeint, wenn von „Plattformen schaffen“ die Rede ist, eine in den Vereinsstatuten verbindlich verankerte Ethik freier Kunst. Der Verein BTS ist überzeugt mit diesem Konzept ein Kunstschaffen zu fördern, die den öffentlichen Diskurs anregt und die Kulturvielfalt der Gegenwart auf bereichernde Weise mitgestaltet.

Artists: S213 - Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer
Artists: S213 – Gen Atem / Werk: Christoph Blocher / Ort: Campus-Attisholz 18 / Foto: © Vitaltransformer

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfordert eine sensible Kuration, um ein gestalterisch wie inhaltlich freies Schaffen zu garantieren. Frech ist das Wesen der Kunst, hält das in sich widersprüchliche menschliche Kultur – und Gestaltungspotenzial in Bewegung und bringt uns so in den Genuss einer sich stetig erweiternden Wahrnehmung.

Beitragsbild: Artist: Louane / Ort: Campus Attisholz / Foto: © Vitaltransformer

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